Was ist Podoäthiologie?

Wie kann Podoätiologie Ihre Schmerzen lindern?

Interdisziplinäre Podoätiologie ist eine Einlagenversorgung, die mit der herkömmlichen Einlagentechnik nicht zu vergleichen ist. 

Die Sohlen dienen dazu Ihren Körper von den Füßen ausgehend individuell in die Balance zu bringen. Unsere Sohlen beeinflussen mit 1-4 mm starken Elementen die Muskelketten des Körpers und wirken somit aktivierend von Fuß bis Kopf.

Die BeSt haltungsverbessernde Einlegesohle ist Bestandteil einer komplexen Betrachtungsweise,


den Menschen als Ganzes und nicht nur einzelne, betroffene Körperteile zu sehen. Podoätiologie geht auf die Ursachen von Beschwerden ein und nicht auf die Symptome.

Mit dieser Sicht- und Denkweise als Werkzeug und der Motivation zur ursächlichen Betrachtung wird diese Art der Versorgung kontinuierlich weiterentwickelt und mit anderen Therapien bzw. medizinischen Bereichen z. B. Zahnmedizin, Optik, Osteopathie verbunden.

Befunderhebung in der Podoätiologie: Ganzheitliche Analyse für individuelle Lösungen

Die Befunderhebung in der Podoätiologie ist der erste und entscheidende Schritt, um die Ursachen von Fußproblemen, Schmerzen oder Fehlhaltungen zu identifizieren. Dabei wird der Patient ganzheitlich betrachtet – von den Füßen bis hin zu möglichen Zusammenhängen mit anderen Körperbereichen.

1. Anamnese: Individuelle Schmerzen und Vorgeschichte erfassen

Zu Beginn der Untersuchung werden die Schmerzen und Probleme des Patienten detailliert erfasst. Besonders relevant sind:

  • Aktuelle Beschwerden (z. B. Fußschmerzen, Rückenschmerzen, Nackenverspannungen)
  • Frühere Verletzungen oder Operationen (z. B. Unfälle, orthopädische Eingriffe)
  • Fehlhaltungen oder Dysbalancen (z. B. Beckenschiefstand, Beinlängendifferenz)
  • Mögliche Ursachen aus anderen Körperbereichen (z. B. Zahnfehlstellungen, Augenprobleme)

Diese Informationen helfen, Zusammenhänge zwischen verschiedenen Körperregionen zu erkennen und eine fundierte Diagnose zu stellen.

2. Dynamische Fußanalyse und 3D-Körperscan

Ein zentraler Bestandteil der Befunderhebung ist die objektive Messung der Fußstatik und -dynamik:

  • Dynamische Fußabdrücke: Diese zeigen, wie der Fuß unter Belastung abrollt und wo Überlastungen oder Fehlstellungen auftreten.
  • 3D-Körperscan: Ein präziser Scan erfasst die Körperhaltung, Wirbelsäulenstellung und Gelenkpositionen in Echtzeit. So lassen sich Asymmetrien oder Fehlbelastungen frühzeitig erkennen.
  • Manuelle Tests: Der Muskel- und Gelenkstatus wird händisch überprüft, um Schwächen, Verspannungen oder Blockaden zu identifizieren.

3. Ganzheitliche Betrachtung: Beinlängendifferenz, Zahn- und Augenbereich

Die Podoätiologie geht über die Füße hinaus und berücksichtigt mögliche ferne Ursachen für Fußprobleme:

  • Beinlängendifferenz: Diese kann anatomisch, funktionell oder muskulär bedingt sein und beeinflusst die gesamte Körperstatik.
  • Zahn- und Augenbereich: Fehlstellungen im Kiefer oder Augenprobleme können über die Muskelketten Fußfehlhaltungen begünstigen.

Durch diese ganzheitliche Analyse lassen sich individuelle Therapieansätze ableiten.

4. Individuelle Einlegesohlen: Präzise Herstellung und Anwendung

Nach der Befunderhebung werden die erforderlichen Korrekturelemente ermittelt:

  • Platzierung und Stärke der Elemente (1–4 mm) werden exakt bestimmt, um eine optimale Unterstützung zu gewährleisten.
  • Individuelle Herstellung: Die BeSt-haltungsverbessernde Einlegesohle wird maßgefertigt und passt in jeden herkömmlichen Schuh.
  • Flexibilität und Tragekomfort: Die Sohle ist dünn und flexibel, sodass sie auch in offenen Schuhen (z. B. Sandalen) mit einem speziellen Klettverschluss getragen werden kann.

Zeitaufwand und Ergebnis

Der gesamte Befunderhebungsprozess dauert ca. 45–60 Minuten. Das Ergebnis ist eine individuelle, wissenschaftlich fundierte Lösung, die nicht nur die Symptome lindert, sondern die Ursache der Beschwerden adressiert.

Haltungsverbessernde Einlagesohlen

Rezepttext: 1 Paar Sondereinlagen nach Formabdruck und Analyse zur aktiven Aufrichtung des Längs- und Quergewölbes.

Wie wirken haltungsverbessernde Einlegesohlen?

Die haltungsverbessernden Einlegesohlen von BeSt wirken über die Stimulation spezifischer Muskelketten. Diese sind über Nervenbahnen mit dem Gehirn verbunden und können so eine unwillkürliche Normalisierung der Körperstatik bewirken.

Wirkprinzip: Muskelketten und Nervensystem

Durch die gezielte Unterstützung der Füße werden Muskelgruppen aktiviert, die für eine aufrechte Haltung verantwortlich sind. Das Gehirn erhält über die Nervenbahnen Rückmeldung und passt die Körperhaltung automatisch an – ein Prozess, der als neuromuskuläre Regulation bezeichnet wird.

Tragedauer und Wirkung

  • Mindestens 4 Stunden täglich: Damit die Sohlen ihre Wirkung entfalten können, sollten sie täglich getragen werden. Nur so bleibt der Stimulus für die Muskelketten erhalten.
  • Langfristige Haltungsänderung: Nach etwa 6 Monaten schmerzfreiem Gehen kann sich die Körperhaltung nachhaltig verbessern. Anschließend ist es oft möglich, die Tragedauer zu reduzieren oder die Sohlen vollständig abzusetzen.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Die Einlegesohlen sind ein unterstützendes Hilfsmittel, das die Arbeit von Ärzten, Therapeuten und medizinischen Behandlern ergänzt – sie ersetzen diese jedoch nicht. Ebenso wenig ersetzen sie:

  • Fitness-Programme zum Muskelaufbau
  • Ausdauertraining
  • Allgemeine körperliche Betätigung

Sie sind vielmehr eine optimale Ergänzung, um die Wirkung anderer Therapien oder Trainingsmaßnahmen zu verstärken.


Podoätiologie bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Hüftbeschwerden ...

Podoätiologische Therapie-Sohlen können hilfreich sein bei:

  • Verspannung der Kiefergelenke/-muskulatur, CMD
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Schmerzen zwischen den Schulterblättern
  • Skoliose und anderen Fehlstellungen der Wirbelsäule
  • Rundrücken, Flachrücken, Hohlrundrücken
  • Statisch bedingte Rückenschmerzen
  • Haltungsschwäche
  • Postoperativ nach Bandscheiben-, Knie- oder Hüftoperationen
  • Bandscheibenvorfall  
  • Hüftbeschwerden / Kniebeschwerden
  • Arthrotisch bedingte Schmerzen
  • Entwicklungsverzögerte Kinder  
  • Fersensporn
  • Wiederkehrende Blockierung entlang der Wirbelsäule
  • Neurologische Beschwerdebilder

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Beckenschiefstand, Wirbelsäule, Beinlängendifferenz

Korrektur der Wirbelsäule am Rücken oder über Einlegesohlen?

WISSENSWERTES

Wirkungsweise

Ihre haltungsverbessernden Einlegesohlen stimulieren spezifische Muskelketten. Über Nervenbahnen sind sie mit dem Gehirn verknüpft, so dass ihre individuelle Körperstatik unwillentlich normalisiert werden kann. Solange die Füße mit den Sohlen in Kontakt stehen, ist ihre Wirkung gegeben. Aus diesem Grund sollten die Einlegesohlen möglichst häufig, mind. 4 Std. am Tag, getragen werden, Sie ersetzen jedoch keinesfalls die Arbeit von Ärzten, Therapeuten und medizinischen Behandlern oder die Wirkung von Fitness-Programmen zum Muskelaufbau, Ausdauertraining oder allgemeiner körperlicher Betätigung.

Weitere Hinweise

Normalerweise lassen die akuten Beschwerden deutlich nach. Sollten sie sehr unangenehm oder unerklärlich verlaufen, bitte ich um unverzügliche Rücksprache.

Tragehinweise

  • Die ersten Tage nach dem Tragen Ihrer Sohlen können leichte Muskel- oder Gelenkschmerzen auftreten. Dies ist völlig normal und unterstreicht die positive Reaktion Ihres Bewegungsapparates.
  • Tragezeitkontrolle: Nach einer Tragezeit von 4 Wochen muß eine Nachkontrolle erfolgen. Dieser Kontrolltermin ist enorm wichtig, um dauerhaftes Muskelgleichgewicht zu erhalten.  
  • Bei Kindern sollte zusätzlich in halbjährlichen Abständen eine Nachkontrolle erfolgen, da auf Wachstumsschübe und damit verbundene Statik- und Haltungsveränderung eingegangen werden muss.
  • Legen Sie die Einlegesohlen in Schuhe mit max. 5 cm Absatzhöhe und achten sie auf die Seitenkennzeichnung (rechts/links).
  • Bitte keine BIRKENSTOCK oder ähnliches Schuhwerk (schalenförmige Bettung) tragen.
  • Es ist darauf zu achten, dass die Sohlen so weit wie möglich in Richtung der Ferse des Schuh`s fixiert werden, so dass sie nicht verrutschen können.
  • Sie können die Sohlen waschen: Handwäsche Waschbecken oder Waschmaschine 30 Grad Schonwäsche im Wäschesäckchen. Trocknen Sie die Einlegesohlen nie an der Heizung oder im Trockner.

Anwendung von Klett und Flausch

1. Klett

Der kreisrunde Klettaufkleber befindet sich auf der Sohle.

2. Flausch

Legen Sie die Sohle auf den schwarzen Flausch.

3. Schneiden

Schneiden Sie den schwarzen Flausch in Form der Ferse (Halbmond) aus.

4. Einkleben

Ziehen Sie die Folie vom Flausch ab, legen Sie die Einlage und den schwarzen Flausch bündig an die Ferse an und drücken Sie diesen fest. Der Flausch verbleibt im Schuh. Statten Sie alle weiteren Schuhe mit einem Flausch aus.

5. Einlegesohle

Nun können Sie einfach und schnell Ihre Einlage von Schuh zu Schuh wechseln.

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BeSt-Knecht Podoätiologie, Nürtingen

BeSt Knecht
Praxis für Bewegung und Statik
Bernd Knecht
Podo-Ätiologe | Orthopädietechniker Meister | Heilpraktiker

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